2004 Dezember / 2005 Februar

ALEXANDER KOTCHETOW

Aquarelle und Zeichnungen


18. Dezember 2004 – 26. Februar 2005

Erstmals zeigt die Galerie Rieder Arbeiten des 1966 in Kiew geborenen Künstlers Alexander Kotchetow.

Kotchetow, der zunächst an der Kunstakademie in Kiew, später dann mit einem Stipendium an der Akademie der Bildenden Künste in München Malerei studierte, gibt in seinen Bildern alltägliche Szenen in Cafés, Bars, auf der Straße, auf öffentlichen Plätzen oder in Parkanlagen wieder.

In Anlehnung an die luftig hinskizzierten Varieté- und Barszenen des französischen Impressionisten Henri de Toulouse-Lautrec und Edvard Hoppers kühl-reduzierte Interieurs thematisieren Alexander Kotchetows Bilder das Individuum in seiner Umgebung, die Gegenüberstellung von Innen- und Außenwelt, von Intimität und Öffentlichkeit.

Stets nimmt der Betrachter vertraute Alltagskulissen wahr (z. B. “Feierabend”, “Mädchen in Rot”, “Zeitung”, “Pause” etc.). Hier ist der Künstler Chronist seiner Zeit, der die Spannungen zwischen nüchternem, anonymem Großstadtleben und sensiblen menschlichen Charakteren sichtbar macht.

Es gelingt Alexander Kotchetow meisterhaft, seine Modelle mit spontanem, leichtem Pinselduktus zu porträtieren, effektvoll kräftige, leuchtende Farbtöne und Helldunkelkontraste nebeneinander zu setzen und souverän mit der Wirkung von Licht und Schatten zu spielen.

An wenigen Bildstellen ist seine Malerei exakt ausgearbeitet, überwiegend beruht sie auf skizzenhaften Andeutungen mit dennoch präzisen Räumen und Landschaften, Einzelfiguren und Figurenkonstellationen.

Die Valeurs und die sparsam eingesetzten Pinselstriche vollenden sich in den Augen des Betrachters zu einer detaillierten Bildszene mit lebendig eingefangener, wunderbar warmer und magischer Atmosphäre.


zurück