2007 Februar

GALERIE RIEDER

GESA WILL

nature morte

2. Dezember 2006 – 24. Februar 2007

Ab Dezember zeigt die Galerie Rieder unter dem Titel “nature morte” erstmals Arbeiten der Künstlerin Gesa Will.

Die Malerei von Gesa Will manifestiert sich in der Auseinandersetzung mit Licht, der Darstellung atmosphärischer Augenblicke und ihrer Intention, zeitlose Schönheit sichtbar zu machen.

Sie bewegt sich virtuos zwischen den Gattungen Porträt, Interieur, Landschaft und in jüngster Zeit entstandenen Stillleben, die sie unter dem Titel “nature morte” in Blumen und Arrangements von Gläsern, Schalen und Früchten gliedert.

Damit steht Gesa Will in der Tradition eines Genres, das seit dem 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart in der Bildenden Kunst präsent war und ist.

Die Sujets ihrer floralen Stillleben wirken wie fotografische Nahaufnahmen, die das Motiv in scheinbar abstrahierter Vergrößerung wiedergeben.

Farbig leuchtende Blüten sind mit lockerer dynamischer Geste, aus unterschiedlichen Perspektiven auf einen dunklen indifferenten Grund projeziert.

Realistische Naturformen verwandeln sich durch den expressiven Pinselduktus in geheimnisvolle, melancholisch anmutende Erscheinungen, die großzügig die Bildfläche für sich einnehmen.

Auch die reduzierte Anordnung von luziden Gläsern, Karaffen und opulent mit Früchten gefüllten Schalen beherrscht den ausschnittartigen Fokus auf dem Bildträger.

Mit einer Inszenierung, die kolorierte, transparente, glänzende Formen vor eine zurückhaltend monochrome Kulisse platziert, werden im Bild eine mystische Spannung und zugleich eine würdevolle Aura erzielt: Form und Materialität stehen in einer vom Licht getragenen Synergie.


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