2008 Mai

MARIO FANI

Frammenti di luce

31. Mai – 31. Juli 2008

Unter dem Titel „Frammenti di luce – Fragmente des Lichts“ zeigt die Galerie Rieder neue Ölgemälde des 1950 in der italienischen Gemeinde Poppi geborenen Künstlers Mario Fani.

Fani entwickelt eine stille, geheimnisvolle Malerei, in deren Mittelpunkt das Interieur seines abseits auf einem Hügel im toskanischen Casentino-Tal gelegenen Landhauses steht.

Seine immer wiederkehrenden Sujets sind Gläser, Glaskaraffen, Flaschen, Porzellanschüsseln, Teller, Tonkrüge, die – sehr fragil und opak anmutend – vor einem obskuren, indifferenten Hintergrund die Konzentration des Betrachters auf sich lenken. Wie die wechselnden Akteure eines Theaterstücks setzen sie sich auf einer imaginären Bühne in alternierenden Konstellationen in Szene; realiter sind sie alltägliche Requisiten aus der Umgebung des Künstlers.

Mario Fani gibt aus unterschiedlichen Blickwinkeln menschenleere Räume, Zimmerausschnitte mit geöffneten oder geschlossenen Türen und Fenstern, und diagonal in den Raum tretender Tischplatte oder Stuhllehne wieder.

Durch wenige, dezidiert eingesetzte Lichtquellen – eine Kerze, eine Lampe, durch eine Türöffnung strömendes Tageslicht oder durch ein Fenster sichtbar werdendes, leuchtendes Blau des Horizonts – erzeugt er mystische Spannung.

Mario Fani inszeniert diese einfachen, sparsam möblierten Innenräume durch den kontinuierlichen Wechsel von Licht und Schatten. Kontrastierende, in feiner Lasurtechnik aufgetragene dunkle, erdige Farbtöne und reduziert und effektiv eingesetztes helles Kolorit lassen seine Auseinandersetzung mit der Stilllebenmalerei des Barock erkennen: er erzeugt magisch-realistische Stimmungen, denen ein poetisches Moment und das scheinbare Stillstehen der Zeit innewohnen.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit zahlreichen farbigen Abbildungen.


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