Galerie

Die 1981 von Edith und Werner Rieder gegründete Galerie bezieht 1984 ihren Standort in der Münchner Maximilianstraße 22. Es sind die Räume, in denen sich vormals die Galerie Günther Franke befand – in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Münchner Kammerspielen.

Von Beginn an liegt der Schwerpunkt ihres Programms mit den Künstlern Max Beckmann, Lyonel Feininger, George Grosz, Erich Heckel, Karl Hofer, Alexej von Jawlensky, Paul Klee, Edvard Munch, Ernst Wilhelm Nay, Emil Nolde, Emil Schumacher, Fred Thieler und Fritz Winter in der Malerei der Klassischen Moderne und des Informel.

Als erste Höhepunkte werden die von den Mitgliedern des Weimarer Bauhauses gestalteten und wegen ihrer Vollständigkeit als Rarität geschätzten Bauhausmappen von 1921 und 1923 offeriert.

Nach und nach wird das Repertoire erweitert, insbesondere durch die Vertreter der spanischen Nachkriegskunst Eduardo Chillida, Antoni Tàpies und Francisco Farreras.

Das Nachbarland Österreich ist mit Werken von Herbert Albrecht, Joannis Avramidis, Markus Prachensky und Fritz Wotruba wiederholt zu Gast.

1987 wird das Münchner Publikum erstmals mit den schwarzen Outrenoir-Bildern von Pierre Soulages,  dem bedeutenden Vertreter der Nouvelle École de Paris, konfrontiert.

Edith Rieder pflegt seitdem eine freundschaftliche Verbundenheit mit Colette und Pierre Soulages, und ihre Galerie gilt bis in die Gegenwart als eine der ersten Adressen für die Betreuung und Vermittlung seines herausragenden Oeuvres.

In den zurückliegenden Jahrzehnten sind zahlreiche weitere Ausstellungsprojekte realisiert worden, darunter die Retrospektiven von Lyonel Feininger, Hans Hartung, Emil Schumacher, Antoni Tàpies und Fritz Winter, sowie thematische Präsentationen:

Die Schau „Der Mensch als Bild der Seele“ subsumiert Exponate von Alexej von Jawlensky, Edvard Munch und Oskar Schlemmer.

„Hans Hartung und Pierre Soulages – eine Künstlerfreundschaft“ dokumentiert den 1947 in Paris einsetzenden künstlerischen Austausch zwischen den beiden Protagonisten der Abstraktion.

Die Affinität zwischen den großformatigen Holzstichen von Franz Gertsch und Rudolf Wachters aus einem Stamm gesägten Holzskulpturen offenbart sich in „Holzschnitt – Holzstamm“.

In der Gegenüberstellung „Malerei – Skulptur“ korrespondieren Johannes Geccellis konzentrierte, spirituell anmutende Farbfelder mit den monolithischen Steinköpfen von Herbert Albrecht.

Fotografie ist neben Malerei und Bildhauerei ein weiteres Genre des Galerieprogramms.

Herlinde Koelbl, eine der bedeutendsten deutschen Fotografinnen der Gegenwart, findet mit ihren außergewöhnlichen Langzeitstudien „Spuren der Macht“, „Kleider machen Leute“, „Haare“, „Orchesterbilder“ sowie der Foto- und Videoinstallation „Du hast mich verzaubert mit dem Blick deiner Augen“ eine breite Resonanz.

Gleichermaßen faszinieren Nan Goldins in ihrem subjektiven Umfeld aufgenommene Porträts und Interieurs, die Einsamkeit, Verlust und Rückzug, Schmerz, sowie sozialen Auf- und Abstieg thematisieren.

Die Galerie Rieder widmet sich zeitgenössischen Tendenzen und bietet jungen Absolventen/innen der Kunstakademien eine Plattform, um sich der Öffentlichkeit vorzustellen.

Stammkünstler wie Hanneke Beaumont, Wolfgang G. Bühler, Wolfgang Erl, Mario Fani, Peter Krawagna, Riki Mijling, Thomas Reifferscheid, Heinrich Salzmann und Wolfgang Seierl werden seit Jahren durch Ausstellungen und Publikationen repräsentiert und auf nationalen und internationalen Kunstmessen vermittelt.

Mit ihrem langjährigen Know-how und ihrem weltweiten Netzwerk begleitet die Galerie Rieder den Aufbau von Sammlungen sowie die Konzeption und Umsetzung von innovativen Projekten im privaten und öffentlichen Raum.

In diesem Sinn wird sie ihre erfolgreiche Tätigkeit in der Maximilianstraße mit Engagement und Begeisterung fortsetzen.

 

 Leistungen:

Die Galerie Rieder bietet:

- fundierte Beratung beim Aufbau von Kunstsammlungen

- Konzeption und Umsetzung von Kunstprojekten im öffentlichen  und privaten Bereich

- Logistik und Montage

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