2006 Mai

FIGUREN

ALEXANDER KOTCHETOW – GIORGIO CASARI

13. Mai – 28. Juli 2006

Am Samstag, dem 13. Mai 2006 findet in der Galerie Rieder von 11.00 bis 15.00 Uhr die Eröffnung der Ausstellung “FIGUREN” mit Malerei des ukrainischen Künstlers Alexander Kotchetow und des Italieners Giorgio Casari statt.

Alexander Kotchetow stellt in seinen Bilder vertraute alltägliche Straßenszenen, Menschen in Cafés, Bars, auf öffentlichen Plätzen oder in Parkanlagen dar.
Als Chronist beschreibt er die Wechselwirkung zwischen nüchternem, anonymem Großstadtleben und sensiblen menschlichen Charakteren, zwischen Intimität und Öffentlichkeit.

Inspiriert von den skizzierten Bar- und Varietédarstellungen des französischen Impressionisten Henri de Toulouse-Lautrec und Edvard Hoppers kühl-reduzierten Interieurs thematisiert der Künstler das Individuum und stellt das Innenleben des Einzelnen seiner Außenwelt gegenüber.

Mit virtuosem spontanem Pinselduktus porträtiert Kotchetow seine Modelle in leuchtenden Farbvaleurs, steigert effektvoll, durch das Nebeneinandersetzen von hellen und dunklen Tönen, den Kontrast von Licht und Schatten.

An einzelnen Bildstellen ist seine Malerei exakt ausgearbeitet, überwiegend beruht sie jedoch auf Andeutungen und sparsamen Pinselstrichen, die sich schließlich im Auge des Betrachters zu präzisen Räumen und Landschaften, Einzelfiguren und Figurenkonstellationen mit lebendig eingefangener magischer Atmosphäre vollenden.

1966 in Kiew geboren
1985 Besuch der Kunstschule
1987-93 Studium an der Kunstakademie in Kiew
1992-93 Stipendium an der Akademie der Bildenden Künste, München
1994 Umzug nach München
seit 2003 Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft Kgl. Priv. 1868

Alexander Kotchetow lebt und arbeitet in München.

AUSSTELLUNGEN (AUSWAHL):
2006 Haus der Kunst, Münchner Künstlergenossenschaft Kgl. Priv.1868, München;
“Zurück zur Figur – Malerei der Gegenwart”, Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, München;
“Figuren – Alexander Kotchetow – Giorgio Casari”, Galerie Rieder, München

2005 “Haus der Kunst-Preis”, München; Arte fiera Bologna; Art Frankfurt
2004 International ArtExpo, New York; Artdesign, Washington;
Galerie Hyna, Rottach-Egern; Galerie Rieder, München

2002 “Kunst und Kultur”, Hohenaschau;
Haus der Kunst, Münchner Künstlergenossenschaft Kgl. Priv. 1868, München

2001 BBV-Bayerische Beamtenversicherung, München;
Haus der Kunst, Münchner Künstlergenossenschaft Kgl. Priv. 1868, München

2000 Galerie am Theater Nürnberg “Neue Klassik”, Nürnberg;
Galerie Hofmark, Diessen/Ammersee

1997 Galerie Schüller, München
1992 Galerie der Fernsehgesellschaft INT, Sapporo (Japan)
1991 Erster Preis der Graphik Biennale Moskau für “Meine nostalgischen Träume”
1990 Galerie Mitsubishi Denki, Okinawa; Ginsa Galerie, Tokio
1989 “3 Künstler – Kontraste”, Kiew; “Menschen und Frieden”, Kiew

 

Die Bildwelten des italienischen Künstlers Giorgio Casari beinhalten Symbolik, Andeutungen, Visionen, Träume und Legenden.

Die vorwiegend querformatigen Leinwände grundiert Casari mit dünnem monochromem Farbauftrag oder horizontal changierenden Farbstreifen, die sich zu einem autonomen und geheimnisvollen Hintergrund für die mit lockerer Hand gezeichneten, geisterhaft anmutenden Gestalten und Gegenstände verdichten.

Durch das Eindringen in diesen transparent wirkenden Raum gewinnen die fragilen Figuren Kontur und verwandeln sich in einem metaphysischen unendlichen Raum schwebende Wesen.

Casari thematisiert sein Ego: Der suchende Künstler, in der Gestalt eines Bettlers, Nomaden, Hirten oder mittelalterlichen Ritters, nach existentieller Erlösung durch Selbsterkenntnis strebend.

Seine Arbeiten lesen sich wie öffentlich gemachte Tagebuchaufzeichnungen: Mit seiner illustrativen, ins Surreale tendierenden Malerei gewährt er dem Betrachter Einblick in seine Seele, bekennt sich zu seiner Sehnsucht nach wahrer Identität und menschlichem Dasein.
1962 in Pavia geboren
1967 Umzug nach Florenz
1977 Besuch der Freien Akademie für Aktzeichnen in Florenz
1982-88 Umzug nach West-Berlin;
Studium an der Hochschule der Bildenden Künste bei Professor Marwan

1992 Rückkehr nach Italien, lässt sich in San Donato in Poggio (Toskana) nieder
1996 Umzug nach Rom

Giorgio Casari lebt und arbeitet in Rom.

AUSSTELLUNGEN (AUSWAHL):
2006 “Figuren – Alexander Kotchetow – Giorgio Casari”, Galerie Rieder, München
2005 “Es ist ein Mal…” und “Meine Geschichte mit dem Lamm”, Atelier Annette Kreutter, Köln
2004 “I Cieli e la terra”, Palazzo Farnese, Gradoli; “Simboli”, Galleria GARD, Rom
2003 Premio Internazionale di Arte Contemporanea “San Francesco a Ripa”,
Maurizio Pochesci, Historisches Museum der Infanterie, Rom

2002 “Montags – Marwan”, Akademie der Bildenden Künste, Berlin
2001 “Artists in Wonderland”, Ralph Wollheim, Baruth (Brandenburg)
2000 “Presepe 2000”, Cassa di Risparmio di Civitavecchia, Rom
1999 “Miti e Micromiti, Giovanna Uzzani”, Museo Cassioli, Asciano (Siena)
1998 “In ricordo di Mario Mariotti II, Paola Bortolotti e Giovanna Uzzani”,
Florence Dance Center, Florenz

1997 Galleria L’Isola, Trento


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